Baubewilligung für den Neubau KEBAG Enova erteilt

Heute fiel mit dem Spatenstich der offizielle Startschuss für den Bau der KEBAG Enova im Zuchwiler Emmenspitz. Hier wird in den nächsten fünf Jahren eine neue Kehrichtverwertungsanlage entstehen, die auf dem neusten Stand der Technik realisiert wird und sich der konsequenten Wiederverwertung von Abfall, der nachhaltigen Energiegewinnung und der sicheren Versorgung der Region mit Fernwärme verpflichtet.

Nach mittlerweile sieben Jahren Planungsarbeit geht es nun richtig los. Am Mittwoch, 6. Mai 2020 wurde die Baubewilligung für das aktuell grösste Bauprojekt im Kanton Solothurn erteilt. Die KEBAG AG und das ganze Planungsteam freuen sich auf den Baustart. Hier wird in den nächsten fünf Jahren eine neue Kehrichtverwertungsanlage entstehen, die eine moderne und umweltgerechte Abfallentsorgung in der Region langfristig sicherstellen wird.

Bereits seit einigen Wochen werden Vorbereitungsarbeiten basierend auf einer vorgezogenen Baubewilligung ausgeführt. Der symbolische Spatenstich fand am Donnerstag, 7. Mai 2020 coronabedingt nur im kleinsten Rahmen statt. Die Lernende Aleyna Berber gab den Startschuss für das Generationenprojekt KEBAG Enova. Die Feier muss leider warten, doch sie wird hoffentlich anlässlich der Grundsteinlegung ohne Corona-Einschränkungen nachgeholt werden können.



Abfall effizienter verwerten – für die nächste Generation
Die KEBAG AG verwertet seit über vierzig Jahren Abfall aus den Kantonen Solothurn und Bern. Die neue Anlage wird per 2025 die bestehende Anlage ersetzen, die an ihre Altersgrenze stösst. In der neuen Anlage werden wie bisher jährlich 221'000 Tonnen Abfall verwertet. Dank neuer Anlagentechnik können aus dieser Menge Abfall zukünftig 15 Prozent mehr Energie zurückgewonnen werden. Auch die Metallrückgewinnung wird ausgebaut und die Anlage deutlich effizienter. Zusätzliche Filter sorgen dafür, dass praktisch keine Schadstoffe mehr abgegeben werden.
Der Abfall wird in der neuen Anlage in zwei statt vier Ofenlinien verbrannt, ein neuer Bunker sorgt für das notwendige Stapelvolumen. Die neue Anlage ist nicht nur ein Abfallkraftwerk, sondern auch ein Sonnenenergiekraftwerk. Die Fassade des Neubaus wird mit Solarpanels bestückt, die eine Leistung von 1'100 kWp aufweisen werden. Damit entsteht die derzeit grösste Fassaden-Photovoltaik-Anlage der Schweiz.



Zu stehen kommt die KEBAG Enova auf dem heutigen Kiesplatz. Die Kieslagerung wird zukünftig direkt an der Emme erfolgen. Die Arbeiten für den neuen Kiesplatz wurden im September 2018 abgeschlossen.

Hier geht's zum Bericht der Solothurner Zeitung.

Zurück